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Brillenpflege & Ultraschallreinigung

Ultraschallreiniger vs. Brillenputztuch vs. Reinigungsspray: der ehrliche Vergleich

Alle drei Methoden haben ihren Platz – aber unterschiedliche Stärken. Mikrofasertuch und Spray sind schnell und mobil, erreichen aber nicht jede Rille und bergen ein Restrisiko für feine Kratzer. Ultraschallreinigung ist berührungslos und gründlicher, aber an ein Gerät zu Hause oder am Empfangstresen gebunden.

Mikrofasertuch: schnell, aber nur so gut wie das Tuch selbst

Ein sauberes Mikrofasertuch ist die naheliegendste Methode – trocken oder leicht angefeuchtet. Der entscheidende Haken: Ein bereits verschmutztes Tuch wirkt selbst wie Schleifpapier, da eingelagerte Partikel beim Wischen über das Glas gezogen werden. Scharniere und Nasenpads werden zudem kaum erreicht.

Reinigungsspray: löst Fett chemisch, aber Wischbewegung bleibt

Sprays lösen Fett und Rückstände chemisch an, bevor mechanisch nachgewischt wird – praktisch für unterwegs. Die Wischbewegung selbst bleibt aber ein Restrisiko, insbesondere wenn Staubpartikel auf dem Glas vorhanden sind.

Ultraschallreinigung: gründlicher, doch ortsgebunden

Da nichts über das Glas reibt, entfällt das mechanische Kratzrisiko komplett – auch Scharniere und Nasenpads werden erreicht (siehe Was ist ein Ultraschallreiniger und wie funktioniert Kavitation?). Der Kompromiss: Man braucht das Gerät griffbereit, es ist keine Unterwegs-Lösung wie Tuch oder Spray.

Fazit: kein Widerspruch, sondern Ergänzung

In der Praxis schließen sich die Methoden nicht aus: Ein sauberes Mikrofasertuch bleibt sinnvoll für den schnellen Griff unterwegs, während die Ultraschallreinigung zu Hause oder am Empfangstresen die gründlichere, regelmäßige Tiefenreinigung übernimmt.

Autor: Moritz Weinert, Gründer NURO Labs · Zuletzt aktualisiert am 8. September 2026