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Materialien & Nachhaltigkeit

rPET vs. Baumwolltuch: Umweltbilanz im Vergleich

Baumwollanbau verbraucht enorme Mengen Wasser (ca. 2.000 Liter für ein Baumwoll-T-Shirt) und oft bedenkliche Pestizide. rPET benötigt weder Anbaufläche noch nennenswert Wasser in der Herstellung, ist aber fossilen Ursprungs und wirft beim Waschen Mikrofasern ab. Es gibt keine pauschal 'bessere' Faser – nur unterschiedliche Umweltprobleme.

Baumwolle: Wasser- und Pestizidproblem

Für ein Baumwoll-T-Shirt werden im Schnitt rund 2.000 Liter Wasser benötigt, größtenteils für die Bewässerung im Anbau. Hinzu kommt der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die laut Verbraucherzentrale Hessen 'in der Regel bedenklich' sind.

rPET: kein Wasser- und Flächenverbrauch, aber fossiler Ursprung

rPET braucht weder Anbaufläche noch nennenswerte Wassermengen in der Herstellung. Es bleibt aber, auch als Rezyklat, eine auf Erdöl basierende Kunstfaser, die sich anders als Naturfasern nicht biologisch abbaut.

Die Langlebigkeit zählt mit in die Bilanz

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass ein langlebiges Polyester-Produkt, das über viele Jahre genutzt wird, unter dem Strich besser abschneiden kann als ein Baumwollprodukt, das nach wenigen Nutzungen entsorgt wird. Entscheidend ist demnach nicht nur die Faserart, sondern auch, wie lange ein Produkt tatsächlich im Einsatz bleibt.

Fazit: unterschiedliche Probleme, keine perfekte Lösung

Weder rPET noch Baumwolle ist in jeder Hinsicht überlegen. rPET vermeidet Wasserverbrauch und Pestizide, wirft aber Mikroplastik ab (siehe Mikroplastik und Textilien: ist rPET wirklich die bessere Wahl?). Baumwolle ist biologisch abbaubar, hat aber eine ressourcenintensive Anbauphase.

Autor: Moritz Weinert, Gründer NURO Labs · Zuletzt aktualisiert am 8. September 2026